| Die Lärmproblematik |
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Fliegen ist heutzutage wichtiger als jemals zuvor. Neben den Urlaubs- und Geschäftsreisenden nutzen immer mehr Frachtcarrier den Luftweg als schnelle und unter Umständen kostengünstige Variante der Beförderung. Unbestritten ist dabei die Notwendigkeit bestimmter Flugbewegungen. Bestimmte - vor allem verderbliche - Güter können nur auf dem Luftweg transportiert werden, auch der weltweite Expresstransport ist ohne Flugzeuge nicht in seiner heutigen Qualität zu bewältigen. Der Flughafen Köln-Bonn hat sich auf diesem Gebiet zu einem europaweiten Drehkreuz entwickelt, an dem sich in den vergangenen Jahren viele Carrier niedergelassen haben. Im Schatten dieser Entwicklung entwickelt sich der Fluglärm insbesondere in den Nachtstunden immer mehr zum Problem für tausende von Anliegern aus den umliegenden Gemeinden. Durch die zentrale Lage des Airports mitten in einem Ballungsgebiet ist ein Überfliegen bewohnter Gebiete unvermeidbar. Die zunehmende Zahl von Flugbewegungen führt mittlerweile in der Umgebung des Flughafens zu einer ernsthaften Reduktion der Lebensqualität, der sich keiner der Betroffenen entziehen kann. Seitens der Betreiber wird einiges an Fördermaßnahmen zum passiven Schallschutz geleistet. Dabei bleiben jedoch die Einschränkung einiger an sich völlig normaler Gewohnheiten wie das Gespräch im Freien oder das Schlafen bei gekipptem Fenster unberücksichtigt. Die wenigen Maßnahmen im aktiven Schallschutz werden durch die erhöhte Zahl der Überflüge wieder kompensiert. Lärm ist gesundheitsschädlich. Jeder Unternehmer, der mit lauten Maschinen arbeitet, wird vom Gesetzgeber verpflichtet seine Mitarbeiter vor dem Lärm zu schützen. Die gesundheitsschädlichen Einflüsse von Fluglärm jedoch werden von den Verantwortlichen durch immer neue Gutachten abgewertet oder schlichtweg in Kauf genommen. Besonders die Störung der Nachtruhe hat nachweisbaren Einfluß auf das Wohlbefinden. Jeder, der einmal eine Nacht nicht schlafen konnte, weil nebenan eine Party gefeiert wurde, weiß wie man sich am morgen danach fühlt. Doch auch hier werden immer wieder Studien konstruiert, die das Gegenteil beweisen. Es ist sicherlich schwierig, einen Konsens zwischen den wirtschaftlichen Interessen der Lärmverursacher und den Interessen der Geschädigten zu finden. Allerdings scheint es derzeit so, als würden Letztere mit ihren Sorgen und Problemen nicht ernst genommen und die gesundheitliche Gefährdung tausender Anlieger im hinblick auf eine positive wirtschaftliche Entwicklung billigend in Kauf genommen. |


